gepard14
Schützenstrasse 14
CH-3097 Liebefeld

 

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Adrien Rihs
Correspondances

 
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Donnerstag, 27. Januar - Samstag, 29. Januar 2022
jeweils 17-21 Uhr
 
Correspondances ist ein Gedicht von Baudelaire.
Correspondances ist der Titel der Ausstellung von Adrien Rihs im gepard14.

«Correspondances* ist ein Thema, mit dem ich mich immer wieder auseinandergesetzt habe. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil in meiner Kunst.» sagt der Künstler.


Persönliche Erfahrungs- und Erlebniswelt
Adrien Rihs fügt hinzu: «Das Gedicht von Baudelaire diente als Basis für meine Reflexion während des zweimonatigen Aufenthalts im Atelier vom gepard14, eine Reflexion, die sich aber auch mit meiner bisherigen Arbeit beschäftigte. Dabei bildet das Gedicht einen Ausgangspunkt, der die Brücke schlägt zu meiner eigenen Welt, zur Reflexion über mich selbst und meiner künstlerischen Tätigkeit.»

Die Ausstellung Correspondances zeigt somit eine persönliche Erfahrungs- und Erlebniswelt, in der der Künstler sehr viel von sich selbst preisgibt. Die Ausstellungsbesucher*innen dürfen sich überraschen lassen: vielleicht werden sie diverse Correspondances zu ihrer eigenen Welt finden.

Warum Correspondances?
«Vielleicht liegt es daran, dass man als Angehöriger einer anderen Sprachregion immer wieder nach Correspondances zu seiner eigenen Mentalität, Kultur und Sprache sucht oder umgekehrt zur Mentalität, Kultur und Sprache, in der man fremd ist. Man steht zwischen zwei Welten, weder der einen noch der anderen ganz zugehörend. Die neue Identitätsbildung entsteht über die Correspondances, die tagtäglich eine neues Entdeckungs- und Experimentierfeld bedeutet.

«Das Leben zwischen zwei Welten und die tägliche Auseinandersetzung damit ist eine besondere Inspirationsquelle für mein Kunstschaffen.» stellt der Künstler fest.

Ephemere Kunst als Markenzeichen
Adrien Rihs ist in Bern kein Unbekannter. Er hat in Bern zwei Kunstprojekte initiiert und kuratiert – Office goes Art, gefolgt von ArtStadtBern – die weit über die Stadtgrenzen hinaus grosse Beachtung gefunden haben.

Als Kunstschaffender ist er bekannt dafür, dass er sich Räumen annimmt, um daraus Kunsträume zu machen. In seinen Werken vermischt sich die Projektkunst mit dem, was er „Kunst für einen Augenblick“ nennt: Je nachdem werden seine Kunstwerke nach einer Ausstellung vernichtet, zu Neuem verarbeitet oder weiterentwickelt. So ändern sie jeweils immer wieder ihr Gesicht und sind nur während einer Ausstellung in einer bestimmten Form sichtbar.

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*Wie soll der Begriff Correspondances ins Deutsche übersetzt werden? Korrespondenzen? Entsprechungen? Die beiden Begriffe decken vielleicht nicht genau das ab, was dieser Begriff im Französischen ausdrückt. Ausserdem fehlt ihnen vermutlich die poetische Kraft, die diese Bezeichnung in der französischen Sprache besitzt. Hat etwa deswegen Stefan George in seiner Übersetzung der Blumen des Bösen dem Gedicht von Baudelaire den Titel Einklänge gegeben?